Zum Ausgangspunkt unserer Fahrt am Bahnhof Bad Schandau gelangen Sie aus Richtung Schöna oder Dresden mit der S-Bahn, Linie S1.
Aus Richtung Stadt Bad Schandau mit der Elbfähre (Bahnhofsfähre) vom Elbkai aus (PKW- und Bus-Parkplatz), mit den Omnibuslinien oder auch mit dem PKW (bewirtschafteter Parkplatz vor dem Bahnhof).

Ein Tip für Busreisegruppen:

Kommen Sie in unsere Gegend - vielleicht mit Übernachtung in der Nähe - dann versäumen Sie unsere Bahn auf keinen Fall ! Die Gruppe am Bahnhof Bad Schandau abgesetzt kann nach erlebnisreicher Fahrt in Sebnitz wieder aufgenommen werden. (der Bus fährt am besten über Stadt Bad Schandau, Altendorf, Lichtenhain nach Sebnitz, Dauer etwa 25 min.)

Beginnen wir hier zur Einstimmung unsere virtuelle Reise:

In Bad Schandau wartet am Bahnsteig 1 schon unser Zug; der "Regio-Sprinter" DB BR 642. Bis zum Juni des Jahres 2001 stand an dessen Stelle eine Diesellok der Baureihe 202 mit zwei Großraum- Abteilwagen (By). Diese Fahrzeuge wurden bei der DB Regio (nicht nur in Sachsen) fast vollständig ersetzt.
Bald schon geht die Fahrt los. Von Bad Schandau überqueren wir die Elbe über die “Carolabrücke”. Links sehen wir den Lilienstein. So hoch wie dessen Gipfel werden wir bald sein!

Schon sind wir im Bahnhof Rathmannsdorf angekommen. DR-Fahrkarte Die Fahrt geht weiter und kurz darauf erwartet uns auch schon der erste, und mit 377 m längste Tunnel, der Tunnel VII, auch Mühlhorntunnel genannt. Vorbei am Zusammenfluß von Polenz- und Sebnitzbach ist auch schon der Haltepunkt Porschdorf erreicht.

Von nun an fahren wir im engen und wild-romantischen Sebnitztal. Vorbei an den schroffen Ochelwänden, rechts ist die Ochelmühle zu sehen, kommen wir schon bald am Haltepunkt Goßdorf-Kohlmühle an. Rechts beeindruckt das große Gebäude des Linoleumwerkes.
Von 1897 bis 1951 war hier der Ausgangspunkt der 750mm Schmalspurbahn über Lohsdorf und Ehrenberg nach Hohnstein.
Links können Sie noch die alte Trasse erkennen, bis diese am Schwarzberg mit dem "Goßdorfer Raubschloß" über eine Brücke in einen Tunnel abzweigt.
Fast unmerklich sind wir vom Elbsandstein in die Landschaft des Lausitzer Granits gekommen. Die steilen oft unbewaldeten Felswände sind verschwunden, die Hänge nun weniger steil aber dafür dicht bewaldet. Oft werden wir den Sebnitzbach mit seinen zahlreichen Windungen überqueren.

DR-Fahrkarte Am Haltepunkt Mittelndorf, wo nur von Mai bis Oktober und bei Bedarf gehalten wird, beginnt die Strecke stärker zu steigen. Der Triebwagen bekommt nun reichlich zu tun und wir fahren über hohe Dämme und durch die Tunnel VI und V in den Bahnhof Ulbersdorf ein.

Je nach Fahrplangestaltung konnten die entgegenkommenden Züge hier oder in Sebnitz kreuzen. Da heute regulär nur im 2-Stunden-Takt gefahren wird ist dies, außer bei Sonderfahrten, nicht mehr notwendig.
Steil bergan durch die Tunnel IV, III und II geht es zum Haltepunkt Amtshainersdorf.

Jetzt weitet sich das Tal merklich. Der Zug erklimmt immer am Hang entlang, über den Hainersdorfer Viadukt und durch den letzten Tunnel I und schließlich über den Stadtviadukt das letzte Stück bis zum Bahnhof Sebnitz (Sachs.).. Von 1905 bis 1945 gelangte man von Sebnitz, der Stadt der Seidenblumen, auch direkt nach Rumburk (heute Tschechien). Leider fehlen hier seit dem Ende des zweiten Weltkrieges immer noch ein paar Meter Gleis bis ins Böhmische.
Es gibt aber Bestrebungen auf Regierungsebene, hier wieder den Eisenbahn-Grenzübergang herzustellen.

Wir fahren jedoch weiter bergan zum Haltepunkt Krumhermsdorf. Während der Fahrt können Sie den Blick über die fantastische Landschaft schweifen lassen. Bei guter Sicht bietet sich ein Panorama vom Kreibitzer Gebirge über die Sächsisch - Böhmische Schweiz, das Böhmische Mittelgebirge bis zum Erzgebirge und später in Richtung Dresden dar.
Mit 415 m ü. NN ist in Krumhermsdorf der höchste Punkt unserer Strecke (und der rechts der Elbe liegenden Eisenbahn in Deutschland überhaupt) erreicht. Wir sind hier genau so hoch wie der bereits vom Bahnhof Schandau aus gesehene Lilienstein.

Bis zum Bahnhof Neustadt i.Sa. geht es nun wieder bis auf 343 m ü. NN bergab.
Von dort konnten Sie bis zum Jahr 2005 mit unserem Zug weiter in Richtung Neukirch, Wilthen, Bautzen fahren. In Neukirch/L.(West) bestand dabei die Übergangsmöglichkeit in Richtung Bischofswerda / Dresden. In Wilthen konnte auch in einen Zug in Richtung Zittau umgestiegen werden.
Heute geht es in Richtung Bautzen nur noch mit dem Bus, welcher hier direkt am Bahnhof abfährt.

Sehr empfehlenswert ist aber, im Zug sitzen zu bleiben und von Neustadt über Stolpen und Dürrröhrsdorf nach Pirna weiterzufahren und letztlich die Runde über den "Sächsische - Schweiz - Ring" von Pirna wieder bis Bad Schandau mit der S-Bahn komplett zu machen.

Ich wünsche Ihnen dazu Viel Spaß.